London / Berlin (ooha) – Die Häuser stehen leer. Offiziell.
Seit einigen Tagen sind weder aus dem Buckingham Palace noch aus der 10 Downing Street verlässliche Lebenszeichen zu vernehmen. Die Fahnen wehen noch, die Wachen stehen noch, aber die eigentlichen Bewohner scheinen ausgezogen zu sein. Das Referat für britische Angelegenheiten im Auswärtigen Amt hat die Vermutungen aktualisiert und erweitert:
- Renovierung mit unbegrenzter Dauer
Die Gebäude sollen modernisiert werden. Auf „nachhaltig“ und „barrierefrei“. Der Zeitplan lautet: „bis auf Weiteres“. - Energiekosten
Die Heizkosten für mehrere hundert Zimmer und einen Regierungssitz haben die Schmerzgrenze überschritten. Man prüft jetzt kleinere, effizientere Unterkünfte. - Sicherheitsbedenken
Zu viele Fenster. Zu viele Eingänge. Zu viele Touristen mit Handys. - Digitale Transformation
Monarchie und Regierung arbeiten ab sofort remote. - Wanzenbefall
Gründliche Untersuchung läuft. Die betroffenen Bereiche wurden vorsorglich geräumt. Eine Rückkehr ist „nicht absehbar“. - Schimmel
In mehreren Trakten festgestellt. Gutachten liegen vor. Die Sanierung würde voraussichtlich länger dauern als die verbleibende Amtszeit mancher Beteiligter. - Identitätswechselprogramm
Interne Quellen sprechen von einem strukturierten Verfahren zur Neuausstellung von Papieren und Biografien. Details werden nicht bestätigt. - Aufgabe des Vereinigten Königreichs
Es wird geprüft, ob der Standort UK noch den aktuellen Anforderungen entspricht. Alternative Standorte werden evaluiert. - Kronzeugenprogramm
Mehrere Personen sollen in ein umfassendes Schutzprogramm aufgenommen worden sein. Neue Identitäten, neue Adressen, neue Alltagsroutinen. - Bevorstehende Wahrheitsbombe
Es kursieren Hinweise auf umfangreiches Material zu „King und Co.“. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung gilt als „nicht mehr steuerbar“. Ein rechtzeitiger Ortswechsel erscheint unter diesen Umständen nachvollziehbar.
Das britische Königshaus und die Regierung haben bislang nicht offiziell Stellung genommen. Ein Sprecher soll lediglich mitgeteilt haben: „Wir sind erreichbar. Nur eben nicht mehr unter dieser Adresse.“
Weitere Vermutungen werden weiterhin entgegengenommen.
Einsendungen bitte an das Referat für unklare Umzüge.
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