„Wer regiert das Chaos? Die Spitzenkandidaten im Döner-Talk“
Von Blondbabe, ooha.de – für eine bessere, möglichst absurde Welt
Berlin, irgendwo zwischen Baustelle, BVG-Ausfall und dem nächsten Stromausfall – 15. September 2026
Die Wahl zum Abgeordnetenhaus steht vor der Tür (20. September). Kai Wegner ist schon abgetaucht, das Rote Rathaus sucht neue Bewohner. OOHA hat die wichtigsten Spitzenkandidaten an einen Tisch gelockt – mit Döner, Berliner Luft und der einzigen ehrlichen Frage: Wer macht Berlin endlich so kaputt, dass es wieder cool wird?
Mit dabei:
Stefan Evers (CDU) – der Notnagel-Finanzsenator, der plötzlich Spitzenkandidat wurde.
Steffen Krach (SPD) – der Mann, der aussieht, als hätte er gerade die Sparkasse ausgeräumt (und das ist Absicht).
Werner Graf (Grüne) – der Optimist mit dem rollenden R und dem Fahrrad im Herzen.
Elif Eralp (Die Linke) – die Juristin, die das Rote Rathaus richtig rot machen will.
Kristin Brinker (AfD) – die Architektin, die schon zum dritten Mal antritt und immer noch lächelt.
Blondbabe (OOHA) – die Chefredakteurin mit dem bleichen Haar, die das Chaos moderiert.
Blondbabe (OOHA): Willkommen im heiligsten Interview-Format Berlins. Erste Frage: Berlin hat Baustellen, hohe Mieten, kaputte Straßen und Dönerpreise, die steigen wie die AfD in den Umfragen. Was ist euer Sofort-Plan für die Stadt?
Evers (CDU): Ich bin konservativ. Und das ist auch gut so. Wir sparen. Weniger Schulden, mehr Ordnung. Die Baustellen bleiben – aber sie werden effizienter. Und der Döner? Marktpreise. Wer billigen will, soll selbst drehen.
Krach (SPD): Mehr Geld für eine sauberere Stadt! Wir investieren. In alles. Wohnungen, Straßen, und ja – auch in Döner-Subventionen für die arbeitende Bevölkerung. Steffen Krach liefert. Versprochen.
Graf (Grüne): Volkswillen ernst nehmen! Mehr Fahrradspuren, weniger Autos, Vergesellschaftung von Wohnraum – und der Döner muss klimaneutral werden. Veganer Döner für alle, rollendes R inklusive. Berlin atmet auf!
Eralp (Linke): Die Verhältnisse endlich verändern! Vergesellschaftung braucht Zeit, aber wir fangen an. Mieten runter, Konzerne raus, und der Döner gehört dem Volk. Als erste Regierende Bürgermeisterin mit Migrationsgeschichte mache ich das Rote Rathaus richtig rot – und den Döner bezahlbar.
Brinker (AfD): Punktesystem für Wohnungsvergabe. Wer länger hier lebt und Steuern zahlt, kommt zuerst. Baustellen abschließen, Ordnung herstellen, und der Döner bleibt türkisch-deutsch – ohne Ideologie. Berlin. Stark. Machen.
Blondbabe (OOHA): Koalitionen. Wer mit wem? Die Umfragen sind so eng wie die U-Bahn in der Rushhour.
Evers: Mit der AfD? Ausgeschlossen. Mit allen anderen, solange es vernünftig bleibt. Moderne Konservative regieren pragmatisch – und bezahlbar.
Krach: Mit jedem, der mitmacht und Geld ausgibt. SPD ist die Mitte. Wir können mit CDU, Grünen, Linken… Hauptsache, Steffen Krach wird gebraucht.
Graf: Mit Linken und SPD natürlich – für Klima und Gerechtigkeit. Mit CDU? Nur wenn sie das Fahrrad akzeptieren. Mit AfD? Niemals. Der Volkswille ist grün!
Eralp: Rot-Rot-Grün. Oder Rot-Rot-Rot. Die Linke führt, die anderen folgen. Zusammenarbeit mit AfD? Kommt nicht in Frage. Wir vergesellschaften lieber die CDU-Plakate.
Brinker: Wir sind bereit zu regieren. Die anderen haben Angst vor der Brandmauer. Wir nicht. Wer Ordnung will, muss mit uns reden. Punkt.
Blondbabe (OOHA): Letzte Frage – ehrlich: Was ist euer persönlicher Lieblings-Döner in Berlin und warum spiegelt er eure Politik wider?
Evers: Der teure, ordentliche mit Extra-Fleisch. Qualität hat ihren Preis. Konservativ.
Krach: Der große mit allem und Soße extra. Für alle da, subventioniert wenn nötig.
Graf: Der vegane mit Bio-Gemüse und Lastenrad-Lieferung. Nachhaltig und gerecht.
Eralp: Der günstige vom Straßenstand, der dem Volk gehört. Kollektiv und antikapitalistisch.
Brinker: Der klassische, ohne Schnickschnack. Tradition, Qualität, keine Experimente.
OOHA-Fazit (Blondbabe):
Berlin wählt am 20. September. Wer auch immer gewinnt – die Baustellen bleiben, die Mieten auch, und der Döner wird teurer. Aber wenigstens haben wir jetzt klare Ansagen: Sparen, ausgeben, radeln, vergesellschaften oder ordnen.
Wählt weise. Oder lasst es. OOHA beobachtet weiter – für eine bessere, möglichst satirische Welt.
Ende des Interviews. Die Kandidaten haben den Döner geteilt. Einer hat die Rechnung übernommen. Wir sagen nicht, wer.
— Blondbabe für ooha.de

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Döner-Talk schlägt Elefantenrunde. Endlich ein Format mit Substanz.