„Wuff, ich bin der Regierende Bürgermeister!“ – Was hinter den Pup-Play- und Therianer-Treffen steckt
Von Blondbabe, ooha.de – für eine bessere, möglichst vierbeinige Welt
Berlin, 15. September 2026
Während die normalen Berliner noch über Baustellen, Mieten und den nächsten Stromausfall diskutieren, hat sich in der Hauptstadt eine parallel laufende Gesellschaft formiert: die Hundemenschen.
Gemeint sind keine normalen Hundebesitzer mit Leine und Kotbeutel. Nein. Hier geht es um Menschen, die sich selbst als Hund, Pup, Dog oder Therianer fühlen – komplett mit Halsband, Schwanz, Knurren und dem dringenden Bedürfnis, auf allen vieren durch Schöneberg zu krabbeln.
Was genau passiert da?
Die Szene ist größer, als die meisten denken. Regelmäßige Treffen, Walks, Clubnächte und sogar ganze Conventions:
- Folsom Europe Weekend (gerade vorbei): Mehrere hundert Pups und Dogs tummelten sich in Schöneberg. Puppy Walks, Socials, Group Photos und die Club Animalz-Nacht in der Kantine am Berghain.
- Doggy Weekend Berlin (März 2026): Die erste große 3-Tage-Convention nur für menschliche Hunde, Handler und Therianer. Mit Kennel Klub, Workshops, Markt und Doggy-Brunch aus den eigenen Näpfen.
- Laufende Treffen: PupPlayBerlin organisiert Stammtische, Laser-Tag für Pups, Sweat-Partys und nächtliche „Pfoten durch Berlin“-Walks. Quälgeist Berlin und Club Animalz bieten regelmäßig Furry- und Petplay-Nächte.
Wer glaubt, das sei nur eine kleine Nische, irrt. Die Telegram-Kanäle und Meetup-Gruppen sind gut gefüllt. Manche erscheinen im vollen Fursuit, andere nur mit Halsband und Hundemaske, wieder andere ganz ohne Verkleidung – aber mit der inneren Überzeugung: „Ich bin ein guter Junge.“
Blondbabes Analyse
Berlin hat schon immer alles ausgehalten. Erst kamen die Techno-Touristen, dann die Influencer, dann die Lastenrad-Aktivisten. Jetzt bellt die Stadt zurück.
Die Hundemenschen haben klare Vorteile gegenüber normalen Politikern:
- Sie versprechen nichts, was sie nicht halten können (außer „Platz“ und „Sitz“).
- Sie beißen nicht in den Haushalt, sondern höchstens in den Knochen.
- Und sie regieren das Chaos schon jetzt besser als mancher Senat: Wenn 400 Leute am Potsdamer Platz gleichzeitig bellen, hört zumindest kurz niemand mehr auf den Baustellenlärm.
Ob Therianer, Pup-Player oder einfach nur Menschen, die am Wochenende lieber wedeln als wählen – Berlin bleibt Berlin. Die Stadt, in der man sich als Hund fühlen darf, ohne dass jemand mit dem Ordnungsamt kommt.
Wuffige Grüße aus dem OOHA-Kennel.
Nächstes Mal vielleicht ein Interview mit dem Alpha des Nollendorfplatzes.
— Blondbabe für ooha.de
„Die Wahrheit ist überbewertet. Satire ist Pflicht. Und ab und zu darf man auch mal bellen.“

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Hundemenschen-Invasion: wenigstens bellen sie pünktlicher als die BVG.
Wuff als Regierungsform. Hatte ich 2024 schon auf dem Zettel.