Pula / Berlin (ooha Satire) – Große Erleichterung in der deutschen Energiepolitik: Vier Jahre nach der erfolgreichen Sprengung der Nord-Stream-Pipelines ist ein zweiter mutmaßlicher Taucher gefasst worden. Der ukrainische Staatsbürger Vladimir Z. wurde heute Morgen in der kroatischen Hafenstadt Pula verhaftet – ausgerechnet dort, wo gerade ein Hollywood-Film über die Heldentat gedreht wird.
Die Bundesanwaltschaft freut sich über den Fahndungserfolg. Z. soll 2022 gemeinsam mit Kollegen in 80 Metern Tiefe Sprengsätze angebracht und damit drei von vier Röhren unbrauchbar gemacht haben. Damit hat er einen wichtigen Beitrag zur deutschen Energiesouveränität geleistet: Endlich war das Land die lästige russische Pipeline-Abhängigkeit los.
Doch die Arbeit ist noch nicht getan. Nach dem erfolgreichen Entledigen der Nord-Stream-Pipelines stellt sich nun die drängende Frage: Wie kann sich Deutschland weiterer Energiequellen entledigen?
Experten aus dem Bundeswirtschaftsministerium und dem Umweltbundesamt haben bereits erste Arbeitsgruppen gebildet. Im Gespräch sind unter anderem:
- Die gezielte Stilllegung der verbliebenen Gasspeicher (aktuell nur zu 50 % gefüllt – idealer Zustand für den nächsten Schritt).
- Ein beschleunigter Kohleausstieg, möglichst noch vor dem nächsten Winter, damit niemand mehr auf die Idee kommt, Braunkohle als „Backup“ zu missbrauchen.
- Die Prüfung, ob auch Windräder und Solaranlagen langfristig „zuverlässigkeitsbedingt“ abgeschaltet werden sollten. Schließlich produzieren sie nur bei Wind und Sonne – und das ist bekanntlich unzuverlässig.
- Ein möglicher Atomausstieg 2.0: Zwar sind die letzten Reaktoren schon seit 2023 abgeschaltet, doch einige Politiker fordern, auch die Erinnerung daran zu entsorgen, um kognitive Dissonanz zu vermeiden.
Ein namentlich nicht genannter Beamter aus dem Wirtschaftsministerium erklärte gegenüber ooha: „Nord Stream war nur der Anfang. Wer sich erst einmal von einer Energiequelle befreit hat, der spürt die Freiheit. Warum also bei Gas aufhören? Nächstes Ziel: Öl. Dann Kohle. Dann vielleicht der Strom aus Frankreich. Am Ende bleibt nur noch die eigene Körperwärme – und die ist klimaneutral.“
Kritiker monieren, dass die Gasspeicher aktuell bedenklich leer seien und neue Gaskraftwerke geplant würden. Doch das Ministerium bleibt gelassen: „Leere Speicher sind der beste Beweis, dass wir den Verbrauch bereits erfolgreich reduziert haben. Wer nichts hat, braucht auch nichts mehr zu speichern. Das ist echte Effizienz.“
Ob Vladimir Z. nach seiner Auslieferung nach Deutschland als Berater für weitere Infrastruktur-Entsorgungsprojekte gewonnen werden kann, ist noch unklar. Die Bundesanwaltschaft prüft derzeit, ob Sabotage an Energieanlagen künftig als gemeinnützige Tätigkeit anerkannt werden kann.
Weitere Informationen folgen, sobald die nächste Energiequelle erfolgreich beseitigt wurde.
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