Die Flüsse und Seen in Deutschland erreichen historische Tiefststände. Was für Schifffahrt und Umweltverbände eine Katastrophe ist, erkennt OOHA als bahnbrechende Chance für die heimische Gastronomie.
Auf dem ausgetrockneten Seegrund liegen inzwischen Tausende Fische – bereits perfekt vorgegart. Die Sonne hat die Arbeit übernommen, die früher teure Fritteusen und Gasflammen erledigen mussten. Karpfen, Zander und Aale brutzeln sanft auf dem heißen Schlamm, entwickeln eine knusprige Haut und einen zarten Rauchgeschmack, den man sonst nur aus Sterneküchen kennt.
Lokale Fischbuden-Besitzer berichten von einem nie dagewesenen Boom:
„Wir müssen nicht mehr angeln, nicht mehr filetieren, nicht mal mehr würzen. Die Natur liefert den Fisch schon fertig. Wir holen ihn einfach mit der Schaufel und verkaufen ihn als ‚Solar-Gegrilltes vom Seegrund‘.“
Besonders clever: Die Fische liegen so dicht beieinander, dass man sie portionsweise direkt in Aluschalen schieben kann. Kein Kühlwagen nötig, keine Kühlkette, kein Strom. Die Hitze hält sie warm bis zum Verkauf.
OOHA fordert deshalb sofortige Fördergelder für „nachhaltige Trocken-Fischerei“. Statt künstlicher Bewässerung und teurer Pegel-Hebungsprojekte sollte man die ausgetrockneten Flächen als offene Großküchen ausweisen. Die Armen in der Region könnten dann wenigstens zum Selbstkostenpreis an den gebratenen Fischen teilhaben – solange der Vorrat reicht.
Gas rein – die Sonne scheint im Tunnel.
Manchmal muss man die Natur nur machen lassen.
