Berlin (ooha Satire) – Die partielle Mondfinsternis vom heutigen Freitag ist als totaler Quotenkiller in die Geschichte eingegangen. Der Mond hatte mit riesigen Einschaltquoten gerechnet, doch die Realität sah anders aus: Kaum jemand guckte hin.
Experten sind sich einig: Eine Mondfinsternis verhält sich zu einer Sonnenfinsternis wie Frauenfußball zu echtem Fußball. Zwar technisch eine Finsternis, aber irgendwie fehlt das Drama. Keine Warnungen vom Augenarzt, keine panischen „Schau nicht direkt hinein!“-Appelle – und damit auch kein richtiges Event.
„Ohne potenzielle Netzhautschäden keine Finsternis“, stellte ein enttäuschter Astrophysiker fest. „Der Mond kann sich noch so sehr anstrengen. Solange niemand riskiert, blind zu werden, bleibt das Ganze eine laue Nummer.“
Unternehmer und Verbände verzeichnen bereits riesige Verluste. Der Deutsche Fernglas-Verband meldete einen Einbruch der Verkaufszahlen um 94 Prozent. Die Sonnenbrillenindustrie sprach von einem „schwarzen Freitag ohne Schwarz“. Selbst die Anbieter von „Finsternis-Snacks“ (meist nur normaler Popcorn mit speziellem Etikett) stehen vor dem Ruin.
„Der Mond bleibt eine wirtschaftliche und soziale Grauzone“, klagte der Präsident des Bundesverbands der Himmelsereignisse. „Er kommt, er geht, niemand merkt es richtig. Bei einer Sonnenfinsternis stehen die Menschen Schlange. Bei einer Mondfinsternis gehen sie früher ins Bett.“
In den sozialen Netzwerken herrscht Fassungslosigkeit. „Ich hab extra den Wecker gestellt und dann war da nur so ein dunkler Fleck“, schrieb ein User aus München. Ein anderer ergänzte: „Nächstes Mal bitte wieder was mit Augenschäden. Dann komme ich.“
Doch es gibt Hoffnung: McDonald’s hat überraschend angekündigt, in Kooperation mit SpaceX eine Filiale auf dem Mond zu eröffnen – offiziell „um das Image des Mondes aufzupolieren“. Ein Konzernsprecher erklärte: „Wenn schon niemand die Finsternis guckt, dann sollen die Leute wenigstens einen Big Mac mit Erdblick essen können. Happy Meal inklusive gratis Mondstaub-Spielzeug.“ Die Eröffnung sei für 2028 geplant, sobald die Lieferung von Pommes im schwerelosen Zustand geklärt ist.
Die Bundesregierung prüft inzwischen, ob man dem Mond künftig künstliche Netzhautschäden andichten kann, um die Quoten zu retten. Bis dahin bleibt die Erkenntnis: Wer keine Gefahr für die Augen bietet, hat im deutschen Event-Himmel keine Chance – es sei denn, es gibt dort einen McDonald’s.
Berlin (ooha) – Wir bleiben dran. Sobald der Mond endlich mal richtig gefährlich wird (oder wenigstens einen Drive-in bekommt), melden wir uns.
