Satire: Zitate, Pläne und Wertungen sind überspitzt oder erfunden; belegt ist nur der Amtsantritt.
Stuttgart. Man erfährt einfach zu wenig über diesen grünen Politüberflieger. Während andere noch mit dem großen Hammer kommen, hat Cem Özdemir (Grüne), seit Mai 2026 Ministerpräsident von Baden-Württemberg, den strategischen Rückzug angetreten: weg vom bundesweiten „Niemand darf mehr in den Wald“-Gerücht, hin zu den feineren, gemeineren Brötchen des Ländles.
Erinnern wir uns kurz: 2024 kursierte das Gerücht, Özdemir wolle Spaziergänge im deutschen Wald verbieten. Faktenchecker und sein damaliges Ministerium winkten ab – es ging nur um präzisere Regeln für Mountainbiker und Reiter auf „geeigneten Wegen“. Spaziergänger und Pilzsammler blieben ungeschoren. Die große Bundeswaldgesetz-Novelle platzte sowieso mit der Ampel.
Doch wer glaubt, der Mann ruht sich jetzt auf dem Stuttgarter Schlossplatz aus, irrt. Im Schwabenland backt er die wirklich fiesen, kleinen Brötchen – und wir schauen genauer hin:
Das Handy-Brötchen
Handys an Schulen? Weg damit. Gleichheit unter den Schulen, sagt er. Kein TikTok mehr auf dem Pausenhof, kein Instagram-Scrollen zwischen Deutsch und Mathe. Social Media erst ab 16 – idealerweise europaweit, aber wenn Brüssel zögert, macht das Ländle halt vor. Die Jugend soll wieder lernen, was echte Langeweile ist: Spätzle rühren und dem Nachbarn beim Rasenmähen zusehen.
Das Sicherheits-Brötchen
KI-Videoüberwachung an unsicheren Orten. Pilotprojekte aus Mannheim ausweiten, Kommunen pragmatische Regeln geben. Nicht flächendeckend Big Brother – nur dort, wo es „nötig“ ist. Schwäbische Vorsicht trifft grüne Technikbegeisterung: Sicherheit mit Robustheit, aber bitte ohne die Leute auf dem Land für die Durchgeknallten in der Stadt zu bestrafen.
Das Demokratie-Brötchen
AfD-Verbotsprüfung. Ganz genau hinschauen, wo „völkisches Terrain“ betreten wird. Artikel 21 Grundgesetz nochmal lesen. Demokratie so gefährdet wie nie. Und nein, er würde nicht mit einem AfD-Ministerpräsidenten kuscheln – er würde alles tun, damit es gar nicht so weit kommt.
Man munkelt in Stuttgarter Hinterzimmern bereits von weiteren Spezialitäten: verpflichtende „Respektiere deine Grenzen“-Schilder an jedem schwäbischen Waldweg (diesmal wirklich nur Hinweise), subtile Quoten für klimaresiliente Mischwälder auch in privaten Vorgärten und vielleicht sogar eine App, die Komoot-Routen löscht, wenn sie zu sehr querfeldein führen. Alles im Namen von Waldschutz und Ordnung – schwäbisch-gründlich, grün-moralisch und immer ein bisschen gemeiner als nötig.
Özdemir selbst bleibt cool. Er trägt Anzug und Gesundheitsschuhe mit Barfußgefühl, spricht von seinem „krass privilegierten Leben“ und warnt vor pauschalem Merz-Bashing. Währenddessen backt er im Ländle weiter: nicht die großen, knusprigen Laibe der Bundespolitik, sondern die kleinen, harten, gemeinen Brötchen, die man erst merkt, wenn man schon reingebissen hat.
Fazit des Ländle-Specials
Man erfährt wirklich zu wenig über diesen Mann. Vielleicht sollte man öfter in den Wald gehen – solange es noch geht. Oder zumindest genauer hinsehen.
ooh a.de – Wir schauen hin, wo andere nur Spätzle essen.

Eigene Satire einreichen? Zur Community →





