Angesichts der anhaltenden Hitzewelle und der Forderungen nach besserem Hitzeschutz in Schulen, Büros und Bahnhöfen hat die Bundesregierung reagiert. Statt Fenster aufzumachen oder Jalousien zu montieren, wird eine Interministerielle Taskforce Hitzeschutz (ITH) eingerichtet.
Die Taskforce soll „koordinieren, evaluieren und perspektivisch Lösungen erarbeiten“. Erste geplante Maßnahmen:
- Erstellung eines 180-seitigen Hitzeschutz-Konzepts (Arbeitstitel: „Cool bleiben – aber bitte mit Protokoll“)
- Einführung eines bundesweiten „Hitze-Ampel-Systems“ für Klassenzimmer
- Prüfung, ob man die Sommerferien einfach verlängern kann
- Anschaffung von Ventilatoren (Liefertermin: 2029)
Doch das reichte der Taskforce nicht. In einer nächtlichen Sondersitzung wurde ein weitreichender Beschluss gefasst: Bill Gates wird reaktiviert.
Der Microsoft-Gründer und unermüdliche Problemlöser soll sein altes Projekt aus der Mottenkiste holen und die Sonne einfach ein Stück weit verdunkeln. Geplant ist eine großflächige Freisetzung von Partikeln in der Stratosphäre, damit weniger Sonnenlicht die Erde erreicht. Arbeitsname des Vorhabens: „Operation Vorhang“.
Ein Sprecher der Taskforce zeigte sich optimistisch: „Wenn man die Sonne nicht abschaffen kann, muss man sie wenigstens dimmen. Herr Gates hat damit schon Erfahrung und außerdem noch Geld.“
Kritiker warnen vor unkalkulierbaren Folgen für das Klima, die Landwirtschaft und den Vitamin-D-Spiegel der Bevölkerung. OOHA sieht das entspannter: Eine etwas dunklere Sonne würde zumindest die Stromrechnung für Klimaanlagen senken. Und die Armen könnten die eingesparten Energiekosten endlich für etwas Sinnvolles ausgeben – zum Beispiel für Sonnencreme. Für den Fall, dass Gates’ Vorhang doch nicht richtig schließt.
Gas rein – die Sonne scheint im Tunnel.
(Zumindest so lange, bis Bill sie ausknipst.)
