OOHA Satire

Für eine bessere Welt!

OOHA-Interview mit Stefan Effenberg

OOHA: Hallo Effe.

Effe: Hallo OOHA.

OOHA: Haben Sie schon einen neuen Verein?

Effe: Nicht wirklich. Es gibt Vereine, die Interesse bekundet haben. Es ist aber noch nichts unterschrieben. Ich bin mir auch nicht hundert prozentig sicher, ob ich zu einem Fußballverein wechseln werde. Es gibt auch andere Vereine, für die ich in Zukunft spielen könnte. Zum Beispiel das Rote Kreuz, Greenpeace, die CSU, oder den Playboy, mit dem ich kürzlich persönlich gesprochen habe.

OOHA: Was ist mit Ihrer Frau los? Hat sie nicht immer Ihre Geschäfte erledigt? Effe: Das war einmal. Meine Frau ist nicht dumm! Sie realisiert allmählich, dass man einen alternden Fußballhelden nicht mehr so gut vermarkten kann wie einen jungen Stürmerstar. Ich kann nicht sagen, dass sie mich ausgenutzt hat, aber es tut schon weh, zum Karriereende wie eine faule Tomate weggeschmissen zu werden.

OOHA: Effe, sie können einem wirklich Leid tun.

Effe: Danke OOHA. Ihr Verständnis macht mir Hoffen.

OOHA: Mut? Hoffnung?

Effe: Warum nicht? Ich bin eine Kämpfernatur. Ich werde es allen noch einmal zeigen.

OOHA: Was werden sie wem zeigen?

Effe: Warten Sie es ab! Je weniger man mich auf dem Fußballplatz sieht, umso mehr Zeit habe ich, mich Dingen zu widmen, die mir ebenfalls sehr wichtig sind.

OOHA: Was zum Beispiel?

Effe: Nun, ich spiele zum Beispiel mit dem Gedanken ein Jahr ehrenamtlich in einem Altenheim in München als Pfleger tätig zu werden. Vielleicht komme ich dann sogar noch zu der Ehre Herrn Beckenbauer, oder Herrn Hoenes, die ja auch nicht mehr zu den Jüngsten gehören, nach einem Schlaganfall oder ähnlichem, wieder auf die Beine zu helfen.

OOHA: Haben Sie keine Sorge, dass sich eine Hinwendung zu sozialen Projekten mit Ihrem über die Jahre hinweg mühevoll aufgebauten Brutalo-Image beißt?

Effe. Ach wissen Sie, das ist mir doch egal, was die Leute von mir denken. Ich habe immer das gemacht, was ich wollte. Und wenn ich nach meinem Job als Fußballprofi Lust habe, alten Leuten, die nicht mal mehr richtig kacken können, aus der Scheisse zu helfen, dann mache ich das eben. Viele Leute kennen mich nicht wirklich. Vielleicht werde ich auch den armen hungerleidenden Kindern in Afrika ein paar Happy-Meals von Mc Donalds vorbeibringen -die mögen meine Kinder auch so gerne-, oder unsere Spezialeinheiten im Kampf gegen die Islamistenschweine in aller Welt unterstützen. Ich will auch einfach mal etwas Gutes tun.

OOHA: Harte Schale, weicher Kern?

Effe: Wenn Sie so wollen: Ja! Es geht mir schon auch auf die Nerven, dass man in Deutschland niemandem seinen Stinkefinger zeigen darf. Als ich dies in einem Länderspiel für Deutschland den Fans gegenüber tat, war dies in der Aussage vielleicht auch missverständlich, nur wollte ich den Menschen mitteilen, dass ich ihnen helfen will, wenn es sein muss auch mal mit dem Mittelfinger.

OOHA: Welche Aussage hatte denn der Stinkefinger?

Effe: Ich denke, die Aussage war damals genauso klar wie heute. Ich wollte damit sagen: „Fickt Euch doch selber, ihr Asis.“

OOHA: Was genau wollten Sie damit Gutes tun?

Effe: Ich meine, wenn diese ganzen scheiss Fans erstmal ihre eigene Scheisse im Griff haben, dann sollen Sie meinetwegen wiederkommen und ein Fußballspiel der deutschen Nationalmannschaft delektieren. Die meisten, die da ins Stadion kommen, sind doch stinkende, alkoholisierte, arbeitslose Penner, die mit Bier rumschmeissen und ihren traurigen Alltag auf den grünen Rasen transzendieren. Entschuldigung, aber diesen Leuten muss doch auch mal jemand sagen, dass sie die Versager sind, und nicht die Spieler auf dem Platz.

OOHA: Stimmt eigentlich. Und wie war das, als Sie einer Besucherin in der Münchner Nobeldisko Pascha eins über die Mütze gebraten haben?

Effe: Zugegeben, das war ein Ausrutscher, der mir heute unendlich Leid tut. Wenn Sie die Dame damals allerdings gesehen hätten, würde auch Ihnen einleuchten, dass ihr ein bischen Gesichtskosmetik nicht geschadet hat.

OOHA: Ihre jüngsten Anfeindungen gegen Arbeitslose könnten Sie selbst zum Arbeitslosen machen. Viele Vereine möchten Sie nicht einmal geschenkt, weil sie um das Image ihres Vereins fürchten.

Effe: Das stimmt. Aber ich möchte die Arbeitslosen auch nicht geschenkt, und deswegen lautet meine Ansprache an alle Nichtstuer auch weiterhin: „Sucht Euch einen neuen Verein und geht arbeiten, und wenn Ihr nicht Fussball spielen könnt, dann kann ich auch nichts dafür. Ende Gelände.“

OOHA: Effe, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

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