Politik [1]: OOHA Interview mit Bundeskanzlerin Angela Merkel [2]

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OOHA: Guten Tag, Angela.



Angela: Guten Tag OOHA.



OOHA: Es ist Ihr erstes Interview für OOHA, wie fühlen Sie sich?



Angela: Offen gestanden bin ich ein wenig aufgeregt, das ist doch ganz klar in so einem Moment, das hat man ja nicht alle Tage.



OOHA: Wie lebt es sich als Frau in der Weltpolitik?



Angela: Nun, es ist aufregend und spannend zugleich. Ich treffe Putin und Bush, und ich kann es manchmal kaum glauben: Ich werde ernst genommen. Es geht um ernste Themen, wir drehen am ganz großen Rad.



OOHA: Welche Rolle spielen Sie dabei, welche Rolle spielt Deutschland?
Angela: Die Rolle die ich zu spielen habe? Ich bin gerade dabei, das intuitiv zu lernen. Ich habe aber das Gefühl, dass Deutschland mittendrin steckt. Sehen Sie: Wir verstehen uns mit Frankreich, mit Russland und dank meiner neuen Schleimtaktik auch wieder mit den USA. Außerdem haben wir selbst ein gutes Wörtchen mitzureden, an Deutschland führt im Grunde kein Weg mehr vorbei.



OOHA: Wie ist Ihre US-Schleimtaktik?



Angela: Wir alle wissen, wie mein Amtsvorgänger, Gerhard Schröder, das Deutsch-Amerikanische Verhältnis beschädigt hat. Daraus resultierte letztendlich der Alleingang des Herrn Bush gegen den Irak.



OOHA: Mit Ihnen als Kanzlerin seinerzeit hätten die Bushkrieger auf eine Angie-Allianz gesetzt?



Angela: Das kann ich so nicht sagen. Es ist immer schwer, in einen Krieg zu ziehen, bei dem man nicht weiß, was es zu gewinnen gibt.



OOHA: Ein Land voll Öl, ist das denn nichts?



Angela: Sicher, aber die Texaner verstehen nun einmal mehr vom Öl.



OOHA: Heute tagen die Außenminister der fünf Vetomächte und Deutschlands im UN-Sicherheitsrat darüber, was es im Iran zu holen gibt.



Angela: Im Iran kann man ein Pulverfass abholen, an das Öl ist erstmal nicht ranzukommen, die Lage ist sehr verzwickt.



OOHA: Sieht das Herr Bush auch so?



Angela: Ja, Herr Bush sieht das ähnlich. Man kann über den Iran nicht so drüberbügeln, wie über den Irak. Das kann Zündstoff geben ohne Ende.



OOHA: Nun will die UN den Iran ja erstmal auf diplomatischem Wege unterwerfen. Wie soll das gehen?



Angela: Ich sage es ungern, aber das ist wie beim Mikado: Irgendwann ziehen wir da ein Stäbchen raus, und dann fällt alles in sich zusammen.



OOHA: Iran-Führer Achmadinedschad spielt ohnehin ein eigenes Spiel. Er spricht von der Zerstörung Israels.



Angela: Gewiss, das ist es ja, diesen diplomatischen Weg, den gibt es nicht, das ist ein Selbstzirkel der UN. Wenn man den Iran unterwerfen will, dann kann man sogleich kriegerisch damit beginnen und schauen was dabei rumkommt. Die Diplomatie ist die selbe wie im Vorfeld des Irakkrieges: Eine Ultimatumsdiplomatie: Wenn ihr nicht klein bei gebt, so gebrauchen wir Gewalt. Die werden aber nicht klein bei geben, also können wir gleich Gewalt anwenden.



OOHA: Oder wir geben klein bei. Angela, wir danken für dieses Gespräch.
Links
  1. http://www.ooha.de/index.php?module=News&func=view&prop=Main&cat=34
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