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Politik

Politik: Ali Pansen: Türkei rein oder raus?

Eingereicht von sorry am 15. Okt 2004 - 12:43 Uhr

Schön, dass Sie da sind. Unsere heutige Sendung beschäftigt sich mit dem Thema "Türkei rein oder raus?“



Das zu diskutieren begrüße ich Oppositionschefin Angela Merkel, den bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, den türkischen Ministerpräsidenten Tayyip Erdogan, und unseren Bundeskanzler, Gerhard Schröder. Außerdem zugeschaltet ist der ehemalige PKK Führer Öcalan, seit 2002 in der Türkei inhaftiert.



Pansen: Frau Merkel, Sie haben sich mit dem Vorschlag, eine Unterschriftenaktion durchzuführen, in die Diskussion eingeschaltet. Wie lauten ihre Argumente?
Merkel: Ich fände es schön, wenn die Bürger in unserem Land darüber entscheiden könnten. Schlussendlich sind es auch die Bürger, die mit den Türken zusammen leben müssen, und nicht die Politiker. Aber wir Deutsche haben die Türken eigentlich besonders gern, und durch eine Unterschriftenaktion könnten wir den EU-Beitritt der Türkei vielleicht noch beschleunigen.



Stoiber: Haha Frau Merkel, das ich nicht lache!! Vor zwei Tagen haben wir unter vier Augen besprochen, dass wir das Volk befragen sollten, weil das die einzige Chance ist, die Türken - auf lange Sicht- aus unserem Land hinauszuwerfen. Wir haben hier in Deutschland keinen einzigen Türkenfreund, weil die Türken uns die Arbeitsplätze wegnehmen und uns Deutsche mit ihrem islamischen Gehabe auf die Nerven gehen. Im Falle eines EU-Beitritts der Türkei würden die Türken doch gesammelt ihr Land verlassen und uns hier mit ihrem EU-Pass überfallen. Verstehen wir uns richtig: Das ist Krieg, moderner Krieg! Die Türken standen schon einmal vor Wien. München liegt näher an Wien als Berlin, deshalb wissen sie das vielleicht nicht mehr so genau. Die wollen unser schönes Land übernehmen, weil hier alles so gut funktioniert. Und was sollen wir dann machen? Sollen wir dann etwa alle in die Türkei gehen.



Erdogan: Herr Stoiber, was ist denn so schlecht daran, wenn wir auf lange Sicht Deutschland, oder sagen wir nur erstmal Bayern, übernehmen werden. Nach unseren Informationen sind die Deutschen sowieso vom Aussterben bedroht. In 20 bis 30 Jahren gibt es hier nur noch Rentner, die am liebsten in der Türkei Urlaub machen würden. Die Türkei ist ein wunderbares Land, mit sehr viel Sonne, Strand und Meer, was will man mehr?



Pansen: Was meinen Sie, Herr Schröder? Brauchen wir die Einwanderer etwa aus der Türkei, um die Maschine Deutschland weiter am Laufen zu halten?



Schröder: Lassen Sie mich eines sagen: Wenn über meine Generation erstmal Gras gewachsen ist, weiß ich auch nicht was passiert. Deshalb bin ich jetzt Politiker und nicht in 100 Jahren. Im Ernst: Wenn man Hochrechnungen glauben schenken mag, dann sieht es schlecht aus, dann haben wir in Zukunft weniger Deutsche. Aber ich sach immer: Weniger Deutsche = weniger Arbeitslose, und das hat ja auch was für sich.



Erdogan: Wenn das das Problem ist, dann kann ich Deutschland anbieten, dass wir euch ein paar Türken liefern, die euren Frauen richtig einheizen, wenn sie verstehen?! Ich meine es muss doch Gründe haben, warum es bei euch nicht mehr richtig klappt.



Öcalan: Das ist eine gute Idee. Ich allein könnte pro Tag 100 Frauen befruchten und Problem ise gelöst!



Erdogan: Ruhe da hinten! Erstens bist du kein Türke, sondern ein Kurde und zweitens gehören Kurden ins Gefängnis und nicht nach Deutschland. Drittens könnte ich den Job selbst erledigen, dazu brauche ich Öcalan nicht.



Pansen: Ist denn die Türkei überhaupt reif für den EU-Beitritt und gibt es nicht auch ein generelles Problem mit der Türkei, liegt sie doch geographisch nicht in Europa?



Stoiber: Wenn ich hier den Herrn Erdogan oder Öcalan, oder wie sie alle heißen, höre, dann ist doch eins klar: Das sind doch Tiere, die teilweise noch in Höhlen oder auf Bäumen leben. Natürlich sind die nicht reif für einen Beitritt. Und geographisch, da haben sie natürlich vollkommen recht, das ist doch tiefstes Anatolien oder Afrika. Also, entschuldigen sie bitte, aber was die EU da vor hat, mit dem EU-Beitritt, das ist doch Kolonialisierung umgekehrt, und auch noch selbst angeregt, wie mich das aufregt! Wenn ich das schon höre: Signalwirkung auf die Arabische Welt, weil man ein islamisches Land in die EU befördert. Wo ist denn da der Witz? Was hat denn das mit der EU an sich zu tun? Wenn es danach ging, sollte man eher dem Irak Beitrittsverhandlungen anbieten, oder Afghanistan. Also meine Herren: Man sollte die Kirche doch wirklich im Dorf lassen.
 

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