 Roland Koch an Untersuchungsausschuß: Nein, ich habe Kokskoffer nicht entgegengenommen. Nach einem CDU Spendentreffen in Paraguay, bei dem auch der Bananenhändler Asip el Halliz anwesend war, fand die Spendenübergabe statt. Das genaue Datum kann ich Ihnen nicht nennen, da in meinem Terminkalender entsprechende Seite gelöscht wurde. Jedenfalls mußte ich zu dem Zeitpunkt, zu dem die Spende an mich übergeben werden sollte auf Toilette. Ich denke ich muß Ihnen nicht erklären, daß es menschenüblich ist ab und an auf Toilette zu gehen. Als ich von der Toilette zurückkam -das dauerte an diesem Tag etwas länger, da mir leicht übel war- erhielt ich die Nachricht, daß mein Sohn die Spende an meiner Stelle angenommen hatte und mit dieser bereits abgereist war. Mich nötigte man den Erhalt der Spende im angeblichen Wert von 80000 DM zu quittieren. Natürlich habe ich mich geweigert eine Spende zu quittieren, die nicht an mich persönlich ausgehändigt wurde. Nur gab man mir daraufhin unmißverständlich zu verstehen, daß es für meine Gesundheit sehr abträglich wäre, wenn ich dies nicht täte. Dann habe ich unterschrieben, klar, das wars! Dies hatte ich Ihnen doch von Anfang an gesagt. Mehr fällt mir zu diesem Thema nicht ein. Meinen Sohn habe ich seitdem nicht wieder gesehen. Zu der unglaublichen Unterstellung, daß sich in dem Koffer Koks im Wert von ca.1.000.000 $ befand, ich dieses verkauft hätte und einen Großteil des Gewinns in meine Tarnfirma "Nie wieder arbeiten" investiert hätte, kann und möchte ich keine Stellung nehmen. Das ist schlicht absurd und eine unglaubliche Ungeheuerlichkeit.
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