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Politik

Politik: Michelle und Onkel Franz

Eingereicht von gordi_antisthenes am 18. Nov 2009 - 15:22 Uhr

Alle bösen Polemiker lästerten, als die SPD bei den letzten Bundestagswahlen auf das Erbärmlichste scheiterte. Wer denkt da noch an die wahren Opfer der Wahlschlappe, wenn man sich auch köstlich über depressive Frank - Walters auslassen kann.
Die Frank - Walters sind aber nicht die eigentlichen Opfer. Neeiiin! Es sind die kleinen Funktionäre. Die winzigen Rädchen im System müssen büßen.
So auch Michelle Schuhmann, die junge Liebe von Franz Müntefering, SPD Chef seit gefühlten 20 Jahren im Ruhestand. Mit Hilfe des Vitamin B wie Beziehung in Form von Parteichef Onkel Franz hätte man ihr alles zugetraut, selbst Kompetenz. Sie war so kurz vor der Festeinstellung. Nun ist der Franz abgesägt und unbrauchbar und man muss sich um die Zukunft des Mädchens sorgen.
Den Franz wird sie nun bestimmt abservieren. Aber wie soll es dann weitergehen? Stelle sich mal einer vor, ihr gelänge es nicht, sich an den neuen Boss Sigmar Eta Zeta Gabriel anzubiedern. Müsste sie dann den  Jakobsweg aller PraktikantInnen gehen?
Ich sehe es vor mir, wie sie einen befreundeten Genossen um Hilfe bittet und der wird ihr sagen, dass sie für die Festeinstellung eine piekfeine Bewerbung verfassen muss. So fein, dass sie sich doch besser fremde Hilfe von einer Advanced Profi Bewerbungsagentur holen muss. So eine Agentur wird sie sich dann aber nicht leisten können. Und Onkel Franz wird sein ganzes Geld dann schon in Anteilen an der Deutschen Bank angelegt haben. Da bleibt ihr nur noch ein Kredit übrig. Aber es ist noch Finanzkrise. Ohne eine professionelle rhetorische Ausbildung bekommt man heute doch keinen Kredit mehr. Und bei der SPD hat sie ja auch nicht viel von Rhetorik lernen können.
Aber dann ganz plötzlich kommt Frau Schuhmann die rettende Idee, als sie Haustürbesuch von zwei jungen Herren erhält, die sie für die Liebe Gottes begeistern wollen.
Und einen Pakt wird sie schließen, in deren Verein einzutreten, für einen längeren Zeitraum brav Beiträge zahlen und dafür kostengünstige kirchliche Rhetorikseminare besuchen dürfen, die sie auf ihre sozialdemokratische Auferstehung vorbereiten werden.
Da sitzt die Michelle dann für 20 Jahre bei Scientology Herne und bildet sich. Doch dann im Jahre 2029 kehrt die dann 49 - jährige Michelle Schuhmann zurück und sie wird ihren Kredit bekommen, obwohl die BRD in der schlimmsten Finanzkrise seit damals 2009 steckt. Und sie wird mit Hilfe einer teuren Agentur eine Bewerbung auf Diplomarbeitsniveau verfassen.
Nur, böses Schicksal, wird es die SPD dann nicht mehr geben.
 

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