OOHA Satire

Für eine bessere Welt!

Friedensnobelpreis für Bin Laden

Jassir Arafat ans Volk: Liebe Freunde der irrtümlichen Volksmusik. Es freut mich, daß Sie heute wieder einmal einschalten, wenn es heißt: „Wir blasen euch den Terrormarsch!“

Bush und Blair wurden gerade zurecht für den Friedensnobelpreis nominiert. Ihre Leistungen bei der Herbeiführung des Friedens stehen außer Frage. Die Eleganz im Kampf gegen das Land Afghanistan hat nicht nur mich sehr beeindruckt. Aus Tausenden von Metern Höhe wurden blitzschnelle Präzisionslenkwaffen abgefeuert, die mit peinlicher Genauigkeit die schrägen Hirne der häßlichen Taliban unter ihren Mützen wegfeuerten: Platz, Bumm: Mach kaputt, was dich kaputt macht. He, he, wirklich großartig. Das war schon eine reife Leistung.
Aber auch den direkten Gegenspielern ist es gelungen, Akzente des Friedens zu setzen. Deshalb möchte ich das Gespann Bin Laden und Saddam Hussein ebenfalls für den Friedensnobelpreis vorschlagen.

Erstens muß man diesen Jungs zugute halten, daß dort, wo sie zugeschlagen haben, auch kein Gras mehr wächst. Zweitens muß man bedenken, daß sie wirklich das Maximale aus ihren minimalen Möglichkeiten gemacht haben. Nehmen wir beispielsweise die Beseitigung des World-Trade-Centers: Glauben Sie doch bitte nicht, daß das dort alles immer Friede, Freude, Eierkuchen war. Einmal sah ich dort einen Beschäftigten der Firma Morgan Stanley in seinem Büro im 78. Stock: Er stand vor einem großen Bildschirm und hatte an jedem Ohr 2 Telefonhörer, die ständig wechselten. Später lief er zum Fenster und sprang einfach hinunter. Ich fragte meinen amerikanischen Begleiter: „Gibt es hier auch Kämpfer, die für eine gute Sache sterben?“ „Ja“, erwiederte der Kollege, „er ist sicher für eine gute Sache gestorben.“ Wie ich später erfuhr, war dieser Mann kein Einzelfall. Oft wurde getrickst, bestochen und auch gemordet. Mann kennt es ja auch größtenteils von den amerikanischen Dokumentarfilmen wie zum Beispiel „Taxidriver, Jurassic Park oder Independence Day“. Alles in allem ist da, mitten in New York, jetzt auch mal ein bischen Ruhe eingekehrt, vielleicht sogar ein bischen Frieden.

Tja, ansonsten?… Wen könnte man noch für den Friedensnobelpreis vorschlagen? Hitler und Stalin sind ja leider schon tot. Bei Saddam Hussein bin ich mir nicht so sicher, ob er wirklich noch in der Lage ist, entscheidend auf sich aufmerksam zu machen. Ich selbst hatte ihn ja leider schon… Also: Bush oder Bin Laden. Einer der beiden hat ihn mit Sicherheit verdient.

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